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"Demokratie ist ein Spiel, das vom Mitmachen lebt"

Wer von euch hat das Internet gelöscht? von Medienteam am 04.06.2010

Bei "Abenteuer Siedeln" diskutierten die jugendlichen Teilnehmer von Jugendrotkreuz und Wasserwacht heute mit Politikern aus Bund und Land über nachhaltiges und ethisch vertretbares wirtschaftliches Handeln.

Der Diskussion stellten sich in der Umweltstation in Legau die Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und Stephan Thomae sowie ihre Landtagskollegen Thomas Gehring, Leopold Herz, Josef Miller und Angelika Schorer.

Was ist eigentlich eine Wirtschaftskrise? Was können wir Jugendlichen dagegen tun? Was ist Inflation? Warum geben die Griechen Geld aus, das sie nicht haben? Wo leihen sich Staaten Geld? Auf diese Fragen verlangten die Siedler des Roten Kreuzes Antworten aus erster Hand. Die Politiker bemühten sich, die komplexen Zusammenhänge in verständlicher Sprache zu erklären.

Fazit nach einer Stunde Diskussion: Gerade wegen der komplexen Zusammenhänge in einer globalisierten Welt ist es an jeder und jedem Einzelnen, sich darauf vorzubereiten und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. "Wir werden den Rotstift in der Bildung nicht ansetzen!", bekräftigte Josef Miller auf die Frage eines Siedlers, was die Politik als Gegenleistung für individuelles Engagement in der Aus- und Weiterbildung erbringe.

Alle Politiker lobten die Teilnehmer am Großzeltlager Abenteuer Siedeln des Roten Kreuzes, weil dies ein gutes Beispiel für das Mitdenken, Mitarbeiten und Mitgestalten der Zivilgesellschaft sei. "Das ist ein richtiger Schritt, auch für die Zukunft", sagte Angelika Schorer dazu in ihrer Funktion als Vorsitzende des Roten Kreuzes in Schwaben. "Auch deshalb hat das Bundesinnenministerium das Bildungskonzept von Abenteuer Siedeln mit dem Bundesförderpreis für ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz ausgezeichnet", betonte sie und dankte den ehrenamtlichen Organisatoren um Christian Rzepka von Herzen.

Stephan Thomae verglich die Demokratie mit der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft. "Stellt euch vor, dort gäbe es keine Spieler, sondern nur Zuschauer. Dann gäbe es kein Tor, es wäre langweilig und es wäre kein Spiel. Demokratie ist ein Spiel, das vom Mitmachen lebt."

Die Podiumsdiskussion rundete das Bildungskonzept des Großzeltlagers Abenteuer Siedeln ab.